Träumer

Fragen an den TräumerIm Raum des Träumers ist vor allem dein kreatives Unbewusstes gefragt.

Hier malst du deinen Herzenswunsch sinnlich anschaulich aus.

Der Träumer beschreibt, wie es sein wird, wenn sich der Herzenswunsch erfüllt haben wird.

Was sich dann alles geändert haben wird für ihn, welche Möglichkeiten sich ihm dadurch eröffnen, was er dann tun alles tun, wie er sich fühlen wird.

Dem Träumer sind alle Ideen, die ihm dabei helfen, erlaubt. Keine Idee ist zu groß oder unangemessen.

Und der Träumer nimmt alle Anregungen, die er vom Realisten und Kritiker bekommt auf, um seinen Traum noch größer zu machen, ihn immer mehr zu erweitern und zu verfeinern.

Der Träumer braucht Fragen

Alles was der Träumer braucht, um ungestört sein Werk tun zu können, sind Fragen.

Fragen, die er in sich hineinsinken lässt - und dann darauf hört oder auch hineinspürt, was an Bildern, Ideen, Erinnerungen oder Assoziationen als Antwort auf die Frage in ihm auftauchen.

In der ersten Runde stellt sich der Träumer z.B. (so bei unserem Visions-Workshop am Sommerfest) die Frage:

Was kann ich endlich tun, wenn sich mein Herzenswunsch erfüllt hat?

In den Folge-Runden hat der Träumer schon weitere Fragen, die vielleicht noch tiefer und feiner in die Situation hineinführen, in der sich sein Herzenswunsch erfüllt hat. Diese Fragen hat er vom Kritiker bekommen.

Zum Visions-Workshop haben die Teilnehmer zwei Möglichkeiten kennengelernt und ausprobiert, wie sie Antworten auf ihre Fragen aus ihren kreativen Tiefen hervorlocken können.

Für beide Methoden zu empfehlen:

Auf ein leeres Blatt Papier schreibst du ganz oben die Frage auf, auf die du dir Antworten wünschst. So hast du die Frage gegenwärtig und genug Platz für die Antwort(en).

Aufschreiben - und zwar alles

  • Stell dir eine Uhr - z.B. auf 10 min oder lasse dies (z.B. im Workshop) jemand anderen für dich tun.
  • Beginne sofort zu schreiben und schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.
  • Ganz egal, ob dir das richtig oder abwegig oder irgendwie zwischendrin scheinen mag.
  • Schreibe ohne Unterbrechung, halte den Stift immer in Bewegung. Sollte dir einmal nichts einfallen, dann male Kringel - so bleibt dein Körper in Bewegung und die Ideen kommen wieder in Fluss.
  • Wenn die 10 min vorbei sind - der Wecker piept oder das Stopp kommt - lasse den Stift sofort fallen.
  • Nun hast du Gelegenheit, dir anzuschauen, was du gerade geschrieben hast, Anmerkungen zu machen oder auch das dir Wichtigste zu unterstreichen.

Bild als Antwort deuten

  • Aus einem Stapel von (möglichst reich bebilderten) Zeitschriften suchst du dir eine Zeitschrift heraus.
  • Vergegenwärtige dir noch einmal die Frage und schlage die Zeitschrift irgendwo auf - lass dich dabei vom Zufall leiten.
  • Von den Bildern der aufgeschlagenen Seite suchst du dir eines aus - einfach das, welches dir im Moment am passendsten erscheint. Das kann auch ein Bildausschnitt sein.
  • Sollte sich kein Bild auf der Seite befinden, schlägst du eine neue Seite auf.
  • Schneide das Bild oder den Bildausschnitt aus und klebe ihn auf das Blatt mit der Frage.
  • Nun brauchst du das Bild nur noch als Antwort auf deine Frage zu deuten. Lasse dich dabei davon leiten, was du auf dem Bild siehst. So kommst du am leichtesten auf Antwort-Ideen, die dir - mit bewusstem Nachdenken - nicht eingefallen wären.
  • Das interessante an dieser Methode ist, dass sie immer funktioniert. Nicht weil das Bild die Antwort "weiß", sondern weil es dich in - meist - überraschende Bereiche deines unbewussten Erfahrungsschatzes führt.