Jeder ist Nuit
Thema: Jeder ist Nuit
3. Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.
12. Kommet hervor, o Kinder, unter die Sterne und nehmt eure Fülle der Liebe!
13. Ich bin über euch und in euch. Meine Ekstase ist in eurer. Meine Freude ist, eure Freude zu sehen.
22. Nun, deshalb bin ich euch bei meinem Namen Nuit bekannt und ihm bei einem geheimen Namen, den ich ihm geben werde, wenn er mich endlich kennt. Weil ich der Unendliche Raum bin und die Unendlichen Sterne darin, tuet ihr desgleichen. Bindet nichts! Machet da unter euch keinen Unterschied zwischen irgendeiner Sache & irgendeiner anderen Sache; denn dadurch kommet Schmerz.
29. Denn ich bin geteilt um der Liebe willen, für die Möglichkeit der Vereinigung.
41. Das Wort der Sünde ist Beschränkung. O Mann! weise dein Weib nicht zurück, wenn sie will! O Liebender, wenn du willst, scheide! Es gibt kein Band, daß die Getrennten vereinen kann, außer der Liebe: alles andere ist ein Fluch. Verflucht! Verflucht sei es auf alle Äonen! Hölle.
Nuit ist alles in uns und außerhalb von uns, Nuit ist ich und du und es - alles Wahrnehmbare. Nuit ist alle Sterne, also ist jeder Nuit - und jeder ist ich: aus einer anderen Perspektive. Sie verkörpert so Gemeinschaft und Liebe.
Über Nuit ist alles mit allem verbunden. Diese Verbindung mit allem soll der Mensch sich klar machen, anstatt sich an Bestimmtes zu binden und anderes abzulehnen. Mit Bindung ist hier jede Form von Abhänigigkeit gemeint sei es Sachen, Zielen, Menschen oder Göttern gegenüber.
Die einzige Bindung, das einzige Band, das ein Mensch haben soll, ist die Liebe. Den einzigen Unterschied, den ein Mensch machen soll, soll er aus Liebe, mit Liebe und um der Liebe willen machen. D. h. Unterschiede machen für die Möglichkeit der Vereinigung und nicht für die Möglichkeit der Ablehnung und Abständigkeit. Diese zwei klaren Bestimmungen/Eingrenzungen sind wichtig, es geht nicht per se gegen Bindungen zwischen Menschen oder gegen Unterscheidungen (ohne beides könnte der Mensch gar nicht leben).
57. Rufet mich an unter meinen Sternen! Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen. Laßt auch die Narren die Liebe nicht mißverstehen; denn es gibt Liebe und Liebe. Es gibt die Taube und es gibt die Schlange. Wählet ihr genau! Er, mein Prophet, hat gewählt, er kennt das Gesetz der Festung und das Große Mysterium des Hauses Gottes. Alle diese alten Lettern meines Buches sind richtig; aber Tsaddi ist nicht der Stern. Auch dies ist verborgen; mein Prophet wird es den Weisen enthüllen.
Liebe ist nichts Gottgegebenes, vom Schicksal Vorgesehenes, etwas, das einen blind ereilt, sondern eine Entscheidung. Und etwas, das man sich erarbeiten muss.
Das LLL fordert uns, dazu auf, dass wir darum kämpfen, dass auch die Narren die Schlangen-Liebe verstehen. Was ist die Schlangen-Liebe? Die Schlange steht im Liber L für Stärke, Ekstase, Kundalini, Wahrer Wille.
Wie passt: Es gibt kein Gesetz außer Tu was du willst und: Liebe ist das Gesetz zusammen? Die beiden Verse zusammen machen nur Sinn, wenn Willen (tun) und Liebe ein und dasselbe Gesetz sind, zwei Seiten einer Medaille. Also Liebe ist ohne Willen tun nicht möglich, Willen tun ist ohne Liebe nicht möglich. Das Gesetz kann nur befolgt werden, wenn beides gegeben ist.
Und diese "Medaille" ist die Schlangen-Liebe: Liebe und Willen gehören untrennbar zusammen.
von Seba-u mut
Wir sind stolz darauf, Menschen zu sein.
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