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Das Yezidentum – eine monotheistische Religion
Geschrieben am 19.03.2009 von Gast
Im Laufe der Menschheitsgeschichte entwickelten sich zahlreiche Glaubensrichtungen und Religionen. Eine Vielzahl der Religionen und Glaubensrichtungen gehen von einem dualistischen System aus, in dem es ein Gut und ein Böse gibt.
Ich möchte hier einen Beitrag zum Glauben der Yezidi veröffentlichen, denn es gibt einige Punkte, die für Thelemiten und denen, die sich der thelemitischen Weltanschauung nahe stehend fühlen durchaus lesenswert sein dürfte, denn das Yezidentum (Yezidismus) ist eine ausschließlich bei ihnen verbreitete monotheistische Religion, deren Wurzeln nach eigener Sicht weit vor dem Christentum und dem Judentum liegen. In der Forschung werden verschiedene Elemente je nach Publikation erkannt – altbabylonischer Planetenkult, Sonnenverehrung eventuell aus der Mitras-Religion, Einflüsse dem Zoroastrismus, jüdische, besonders nestorianische und gnostische. Viele Yeziden favorisieren heute selbst eine mindestens vorchristliche Herkunft ihrer Religion, etwa als Entwicklung aus dem altpersischen Mithras-Kult oder den Kulten der Meder.
Aufgrund der Komplexität und Vielseitigkeit dieser Religion sollte dieser Beitrag nur als Informationsgrundlage und Anregung der Weiterstudie verstanden werden. Daher erlaube ich mir nur einen groben Abriss dieser Religion darzustellen.
Die Yeziden (Êzîdîtî) sind eine kurdischsprachige Volksgruppe, deren Siedlungsgebiet das alte Mesopotamien war. Geographisch gesehen wohnen die meisten im Südosten der Türkei, bzw. in Syrien und im Nordirak. Die Zahl der Yezidi im ursprünglichen Siedlungsgebiet ist in den vergangenen Jahrzehnten drastisch gesunken. Die Hauptgründe liegen in der Deportationspolitik, und in der systematischen Vertreibung aus islamischen Siedlungsgebieten. Die Muttersprache der Yeziden ist das nordkurdische Kurmandshi . Für diese Religionsgemeinschaft gibt es sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Gemeinschaft viele Namensbegriffe. Êzîdî, Yêzîdî, Ezdayî, Azdayî, Êzdî oder auch Îzîdî. Alle diese Worte finden ihre Erklärung in einer Begriffsgebung, bzw. in einem Ursprung:
„Der, der mich erschaffen hat“.
Die Yezidi – Kurden wurden von ihren islamischen und christlichen Nachbarn meistens als „Teufelsanbeter“ beschimpft. Innerhalb der kurdischen Bevölkerung bilden die Yezidi – Kurden neben den islamischen, christlichen, armenischen und assyrischen Kurden eine kleine Minderheit. Nach yezidischen Vorstellungen ist Gott allmächtig und erschuf die Welt. Die Duldung einer zweiten („bösen“) Kraft würde von der Schwäche Gottes zeugen. Daher fehlt in der yezidischen Religion die Gestalt des Bösen. Die Yeziden sprechen den Namen des Bösen nicht aus, weil das Zweifel an der Allmacht Gottes bedeuten würde.
Mit dem Bösen ist hier ganz konkret „der Teufel“ gemeint. Die Aussprache des Wortes Teufel (Shaitan) ist den Yezidi – Kurden untersagt. Damit einher geht auch die Vorstellung, dass der Mensch in erster Linie selbst für seine Taten verantwortlich ist. Aus yezidischer Sichtweise hat Gott dem Menschen die Möglichkeit gegeben, zu sehen, zu hören und zu denken. Er hat ihm den Verstand gegeben und damit die Möglichkeit, für sich den richtigen Weg zu finden.
Der yezidische Glaube ist keine „Buchreligion“, es bestehen keine verbindlichen religiösen Schriften, die beispielsweise mit der Bibel oder dem Koran vergleichbar wären. Die Vermittlung religiöser Traditionen und Glaubesvorstellungen erfolgen ausschließlich durch mündliche Überlieferungen. In der Literatur über die Yeziden werden zwei Bücher erwähnt, das „Buch der Offenbarung“ (Kitep-i-Jilwe), und die „Schwarze Schrift“ (Meshef Resh). Von beiden Büchern sind lediglich Auszüge 1921 bekannt geworden, wobei man davon ausgehen kann, dass diese nicht in allen Teilen authentisch die Glaubensvorstellungen aller Yeziden wiedergeben.
Im Yezidi – Glauben nimmt der „Engel Pfau“ - Melek Taus bzw. Tausî Melek eine zentrale Rolle ein. Als erster von sieben Engeln erschuf er in Gottes Auftrag die Welt, sowie auch Adam und Eva. Tausî Melek weigerte sich jedoch, vor Adam zu knien, daher wurde er zum obersten Engel und zum Beschützer und Verwalter der Erde erhoben. Die Anweisung war eine Prüfung, da Gottes erstes Gebot an die sieben Engel gewesen war, sie sollten nur ihn anbeten.
Aber irgendwann hat Tausî Melek doch gegen einen Beschluss Gottes gehandelt (da er wie die Menschen auch mit der Gabe des freien Willens geschaffen wurde) und wurde von Gott in die Hölle geschickt, weil er sich dem Mythos nach selbst einmal zum Gott erheben wollte, doch er bereute sein „Ketzertum“. Er wurde in die Hölle verbannt, dort bereute dieser seine Tat und löschte mit seinen Tränen das Höllenfeuer. Deshalb gibt es bei den Yeziden keine Hölle und keinen Teufel. Der Name darf nicht einmal ausgesprochen werden, da die Existenz eines Wesens neben Gott für die Yeziden tabu ist. Seine Schuld wurde ihm schließlich vergeben, seither dient er Gott als Wächter der Welt und als Mittler zu den Menschen: Er ist der Ansprechpartner der Yeziden. Dem islamischen und christlichen Glauben nach ist der „gefallene Engel“ / Tausî Melek der „Teufel“, also das Negative, das Böse.
Das Böse in der yezidischen Mythologie existiert nur im Menschen selbst (Freier Wille). Wenn ein Yezide in seinem Leben etwas Schlechtes getan, gesprochen oder auch nur gedacht hat, liegt die Strafe darin, wiedergeboren zu werden und es nochmal zu versuchen. Wer sich jedoch richtig verhält, gelangt zu Gott (Himmel).
Der Koran berichtet, dass Ibliss (der islamische Teufel) sich aus Arroganz geweigert habe, vor Adam niederzuknien. Dieser Zusammenhang ist einer der Gründe, weshalb die Yeziden jahrhundertelang und teilweise bis heute als angebliche "Teufelsanbeter" diskriminiert wurden.
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Melek Taus
Die Situation im kurdischen Teil des Irans ist sicher nur schwer nachvollziehbar ob der religiösen Intoleranz der Mullahs...
Einen meiner etlichen Internet-Accounts hab ich nach Melek Taus benannt:
http://MelekTaus.animexx.jp
Nja. Dir noch nachträglich ein schönes Newroz...
Hi Punxatan
Ja da stimme ich dir voll und ganz zu, die Situation in den kurdischen Gebieten ist sehr verworren und undurchsichtig. Zudem kommen die totalitären Strukturen der religiösen Diktatoren zum Tragen.

Ich habe mal auf deinen Link geklickt, wirklich sehr interessant ... ich bin positiv überascht ... und vielen Dank für die lieben Newroz- Grüße
Dennoch sei betont, dass ich nicht aus einer Yezidi - Familie stamme. Väterlicherseits war die religöse Prägung der Parsismus, mütterlicherseits armenischer Ursprung. Und ich bin so frei mir mein eigene Warheit zu erschaffen
C U Harachte
Alle Worte sind heilig und alle Propheten wahr
...; außer daß sie nur ein wenig verstehen.
Hallo Harachte,
danke für diesen interessanten Beitrag.
Kommst du aus einer "yezidischen Familie" oder anders ausgedrückt: hast du von daher yezidische Wurzeln?
Ich kann in dem, was du geschrieben hast auch einige Parallelen zu Thelema erkennen, aber ich sehe auch viele schwerwiegende Unterschiede. Worin siehst du die relevanten Bezüge und vielleicht auch die Unterschiede?
Ein allmächtiger Gott ist für mich eine recht kindliche Vorstellung, die auch unvermeidlich zu Widersprüchen führt. Das zeigt sich ganz gut in solchen Sätzen wie: "Deshalb gibt es bei den Yeziden keine Hölle und keinen Teufel. Der Name darf nicht einmal ausgesprochen werden, da die Existenz eines Wesens neben Gott für die Yeziden tabu ist."
Die Dinge gehen nicht davon weg, indem man sie nicht beim Namen nennt oder sich die Augen zuhält
MDE schrieb mal:
"Die Götter sind allgegenwärtig, sie sind in jeder Situation und damit in jeder Erfahrung: In Liber L II, 6 sagt Hadit: "Ich bin die Flamme, die in jedem Menschenherzen brennt und in dem Kern jedes Sterns. Ich bin Leben und Lebensgeber." Nuit sagt in I. 13. "Ich bin über euch und in euch. Meine Ekstase ist in eurer. Meine Freude ist, eure Freude zu sehen." Menschen und Götter sind untrennbar ineinander verwoben. Wer allgegenwärtig ist, muß, bezüglich der Vergangenheit, allwissend sein. Die Zukunft kennen die Götter genausowenig wie wir, wenngleich sie Tendenzen des zukünftigen Geschehens unvergleichlich besser vorhersehen und allgemeine Ereignisse auf viele Jahrzehnte vorhersagen können (Vgl. z.B. Liber L II. 46).
Die Götter sind nicht allmächtig. Wären sie es, hätten die Menschen keinen freien Willen. "Tue was du willst" ist das ganze Gesetz. Das gilt für alle Wesen, Menschen und Götter inbegriffen. Die Götter sind, wenn man so will, die mächtigsten Wesen, aber jedes andere Wesen hat gleichfalls Macht. Mindestens die Macht eigener freier Entscheidung, die Macht seinen Willen zu tun. Da die Götter nicht allmächtig sind, haben sie die Welt weder aus dem Nichts erschaffen noch können sie die Welt beliebig verändern oder beenden. Jeder Mensch hat einen freien Willen und diesen können die Götter weder ausschalten noch beschränken."
Falls du Zeit und Interesse hast (und die noch nicht gelesen hast): Ich habe hier: einige Kommentare zum Liber L geschrieben. Einiges darin passt ganz gut zu diesem Thema.
Liebe Grüße,
Seba
III. 49. "Ich bin in einem geheimen, vierfachen Wort die Blasphemie gegen alle Götter der Menschen."
Wir sind stolz darauf, Menschen zu sein.
Hallo Seba
Hallo Seba- u mut
Schön von dir zu lesen, und vielen Dank für die lehrreichen Verweise. Ich stamme nicht aus einer Yezidi - Familie, habe aber einige kurdische Freunde, die zudem Yezidi sind. Meines Erachtens ist es schon informativ auch einen Blick auf diese Religionsgemeinschaft zu werfen. Es gibt im Einzelnen einige Widersprüche ... so ist es beispielsweise unverständlich. dass "Gott" die 7 Engel schuf, von denen einer Melek Taus war. Wenn er als einziger Gott gesehen wird, dann kann ihn niemand erschaffen haben. Es gibt da noch einiges an Widersprüchen, aber das ist mit der unbefleckten Mutter Gottes ja genauso unverständlich
.
Tja in welchen Punkten es vergleiche zu Thelema gibt geht ja erstmal ganz klar aus dem Text hervor. Im wesentlichen: Es gibt kein Gut & Böse, Freier Wille, Es gibt keinen Himmel und keine Hölle.
Die Unterschiede sind auch sehr deutlich dargestellt, u.a. die Punkte dass Melek Taus dann als Gott (oder das was Yezidi darunter verstehen) angebetet wird, er wird als Engel verstanden, der von Gott geschaffen wurde (paradox und unschlüssig), es gibt zahlreiche religiöse Vorgaben, die hier nicht aufgeführt wurden, ein Kastensystem in dem es eine klare Hirarchie gibt. Patriarchische Strukturen, im allgemeinen haben Frauen eine untergeordnete Rolle, der Glaube an ein Jenseits und ein Leben nach dem Tod ...
Liebe Grüße
Harachte
Gleichlautende Begriffe
Hallo Herachte,
> Tja in welchen Punkten es vergleiche zu Thelema gibt geht ja erstmal ganz klar aus dem Text hervor.
Hm, mein Problem mit dieser Art von "Klarheit" ist, dass ich in deinem Text zwar von (auch-)thelemischen Begriffen lese, aber der notwendige Sinnzusammenhang mir mindestens fehlt, wenn nicht sogar völlig abgeht.
- im Detail:
> Es gibt kein Gut & Böse
Das lese ich deinen Text ganz anders und wenn ich dich richtig verstehe, plagt sich jeder Yezide damit tagein, tagaus => das "Böse im Menschen selbst". Du schreibst von schlechten Taten, somit gibt es also "Dinge", die auch außerhalb vom Menschen existieren und als "Böses" wahrnehmbar/ beobachtbar sind.
> Freier Wille
Den verstehe ich in deinem Text so, wie denselben Makel, aus dessen Grunde der christliche Gott Adam und Eva verstoßen hat. Richtig so?
> Es gibt keinen Himmel und keine Hölle.
Das liest sich in deinem Text eher wie eine förmliche „Höflichkeitsbekundung“ der Yeziden gegenüber ihrem Gott. Außerdem wohnt ja zumindest Gott in diesem Himmel, das lese ich zumindest in deinem Text.
Ist die Hölle nach dem Glauben der Yeziden vielleicht ihr Leben auf der Erde selbst?
Das wäre zumindest auch eine historisch vertraute Glaubensvorstellung.
Soweit zu meinen Verständnisschwierigkeiten, zu einem Teil der von dir skizzierten thelemischen Bezüge.
Beste Grüße
Steven
Hallo Steven
Zunächst freut es mich, dass der Text dein Interesse berühren konnte. Mir ist völlig klar, dass der Yezidi Glaube keine inhaltlichen Übereinstimmungen mit Thelema hat. Es gibt einige Punkte, die vielleicht vom Kerngedanken her vergleichbar- aber eben nicht identisch sind. Gemeint ist hier eher die philosophische Ebene. Ich möchte mit dem Text auf diese Religionsgemeinschaft aufmerksam machen, weil ich denke dass es von Interesse sein könnte. Zudem denke ich, dass es hier viele Menschen gibt, die da kaum etwas drüber wissen.
Es gibt, wie bereits geschrieben, viele Punkte, die mir auch sehr paradox und unschlüssig erscheinen. Es ist von Gott als "Erschaffer" der 7 Engel die Rede, von denen einer Melek ´Taus sei. An anderer Stelle ist davon die Rede, dass er das Böse (bzw. den "Teufel") nicht gibt, weil die Duldung einer zweiten Macht neben Gott blasphemisch wäre ... diese Ungereimtheiten führen dazu, dass sie von den islamischen und christlichen Kurden als "Teufelsanbeter" geächtet werden, denn (u.a.) diesen Religionen zufolge verehren sie den "Gefallenen Engel" - aka. Shaitan.
Es wird in einer Stelle erwähnt, dass Melek Taus sein Verhalten (Gott gleich sein zu wollen) durch das Weinen verbüst hat. (An anderer Stelle wird in der Literatur von 7.000 Jahren Weinen gesprochen - zugegeben, bei so vielen Tränen müsste dann auch das letzte Fünkelchen Feuer in der "Hölle" erloschen sein
) .... demnach gibt es in der Vorstellung der Yezidi keine Hölle, jedoch Tugenden an die sie sich halten sollen.
Diese sind mit den Tugenden aus dem Parsismus vergleichbar .... der Mensch soll sich so verhalten, dass er seinen "Freien Willen" lebt ... dieses aber unter Berücksichtigung dessen, dass er Mitmenschen so behandelt, wie er / sie behandelt werden möchte. Wenn man sich das Yezidentum und diverse Kodexe der Yezidi näher anschaut, dann erscheint das ganze sehr weit hergeholt. Frauen werden zwangsverheiratet, es gibt ein Kastensystem, in dem die Menschen nur innerhalb ihrer Kaste heiraten dürfen ... sexuelle Beziehungen, sowie die Ehe zu Nicht - Yezidi ist untersagt, und führt (mindestens) zum Verstoß aus der Gemeinschaft. Die Entscheidung für eine andere Religion ist genauso untersagt, wie die Nichteinhaltung von patriarchischen Vorgaben und Strukturen.
Nicht - Yezidi können nicht zum Yezidentum überwechseln, denn man wird als Yezidi geboren - oder auch nicht
.
Demnach keine Spur von "Freiem Willen".
Vielleicht nochmal etwas zu "Gut & Böse"
- In der Vorstellung gibt es keine "Böse Macht", die ausserhalb des Menschen existiert. Der Mensch muss für sich entscheiden, was für ihn ein angemessenes Verhalten ist. Nun sei aber betont, dass Yezidi nicht grundsätzlich lammfromm durch das Leben ziehen, weil sie eben daran glauben, dass es ein Jenseits gibt, in dem man für seine "schlechten" Taten Bestarft wird.
Ehrenmorde, Blutrache und Gewalt werden im Zusammenhang mit sexueller "Ehre" oder dem Mord eines Familienmitgliedes von einem Großteil als legitim und notwendig betrachtet. Da wird dann wohl in Kauf genommen, dass man eben nochmal auf die Welt kommt, und die Möglichkeit erhält aus seinen "Fehlern" zu lernen .... fragt sich nur wie man sich an die Fehler aus früheren Karnationen erinnert
Herzliche Grüße
Harachte
Von der Geschichte lernen
Hallo Herachte,
vielen Dank für deine ausführliche und weiterführende Antwort.
> Zunächst freut es mich, dass der Text dein Interesse berühren konnte. Mir ist völlig klar, dass der Yezidi Glaube keine inhaltlichen Übereinstimmungen mit Thelema hat. Es gibt einige Punkte, die vielleicht vom Kerngedanken her vergleichbar- aber eben nicht identisch sind.
Ok, das hatte ich erst anders aus deinen Worten verstanden und daher auch meine Verwunderung darüber geäußert.
> Ich möchte mit dem Text auf diese Religionsgemeinschaft aufmerksam machen, weil ich denke dass es von Interesse sein könnte.
Interessieren tut es mich jedenfalls.
Und zwar in den Bereichen, wo sich das thelemische und „andere“ Aeon in den uns erhaltenen Überlieferungen der alten Religionen bereits (vor-)ankündigt oder mindestens als Spur formuliert wird. Dass der Mensch zum Gott werden kann, ist so eine Spur.
Leider sind aber meiner Erfahrung nach, solche Quellen aus den Überlieferungen eher spärlich und bieten oftmals nicht mehr, als eben jene Spur. Aber dennoch kann die ein oder andere Fundstelle dann doch wiederum sehr inspirierend wirken.
Beste Grüße
Steven
Nice 2 meet U !!!
Nice 2 meet U Steven,
Herzliche Grüße
Harachte
Glaube der Yezidi
Auch ich, kenne einige Yeziden und habe mich ein wenig, mit ihrem Glauben befasst. Es ist für mich, immer, äußerst interessant, andere Weltsichten kennen zu lernen, deren Philosophien, so wie, historischen Hintergründe und Zusammenhänge zu ergründen. Der Yezidische Glaube, war mir, auf Anhieb, jedenfalls sympathischer, als viele andere, monotheistische Religionen. Zudem, sei erwähnt, daß Yeziden, niemals, auf die Idee kämen, zu missionieren, da ihre Religion und ihr Volk, Eins sind. Man kann also nicht, zum Yezidentum konvertieren, sondern wird entweder hinein gebohren, oder eben nicht. Sie gelten als sehr tolerant, gegenüber anderen Religionen (wird in einigen ihrer Überlieferungen deutlich; z.B.: "... Gott schütze uns, jedoch schütze er zuerst, alle Anderen..."), leider sind andere Religionen, ihnen gegenüber, nicht so tolerant.
Der Wahrheit ist es völlig gleichgültig, ob man ihr glaubt!
Fin sinom skal madr finr fera, theim ok thes fin.
Thor thes heilir ok fiti feng!
Arto
Gott
Hallo, Seba-u mut:
Bei den Gedanken zum Gott-Verständnis, möchte ich einflechten, daß ich (auch aus Sicht, meiner alten germanischen Religion), Gott nicht personifiziere.
Begriffe und Bezeichnungen, führen häufig zu Irrtümern und Missverständnissen. Häufig wird das Gegenargument laut: "Aber, ihr habt doch viele Götter, also sogar, viele Personen!" - Das ist ein großer Irrtum! Das (unpersonifizierbare) "Göttliche" hat, nach unserer Mythologie, die "Götter" erst geschaffen. Unsere Götter, sind Erscheinungsformen (Archetypen) des Göttlichen, daß aus reiner Energie, das Sein schuf, Alles ist was ist, unendlich, ewig und überall ist. - Auch wir, sind also, mit, ein Teil, des unbenennbaren (und unpersonifizierbaren) Göttlichen. Je mehr uns unsere Einheit, mit Allem, bewusst wird, je mehr, können wir es auch beeinflussen und all Dies tun, daß als "unmöglich" gilt. - Somit, ist jeder von uns, natürlich, auch Gott! (Interessanterweise, erkennen neuerdings auch Physiker, daß alle Materie, nichts ist, außer spiralförmig schwingende Energie. (sic!))
Der Wahrheit ist es völlig gleichgültig, ob man ihr glaubt!
Fin sinom skal madr finr fera, theim ok thes fin.
Thor thes heilir ok fiti feng!
Arto