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Juli-Orakel 2009

Verfasst von Seba-u mut am Sa, 04/07/2009 - 20:32

Gemeinsam erschaffen wir das Neue Äon!
Das Orakel kann uns Hinweise darauf geben, wie wir das noch besser machen können.

Monatsfrage an das Oraculum:
Was rätst du mir im Juli für die Realisierung von Thelema?

Die Antwort der Götter: Zarathustra, III/Die Heimkehr:

Aber da unten - da redet Alles, da wird Alles überhört. Man mag seine Weisheit mit Glocken einläuten: die Krämer auf dem Markte werden sie mit Pfennigen überklingeln! Alles bei ihnen redet, Niemand weiss mehr zu verstehn. Alles fällt in's Wasser, Nichts fällt mehr in tiefe Brunnen.

Welche Deutungsansätze hast du dazu?

__________________

Wir sind stolz darauf, Menschen zu sein.

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Kommentare

Auf den ersten Blick, sehe

Verfasst von Frater Draco am Mo, 06/07/2009 - 21:54.

Auf den ersten Blick, sehe ich in diesem Text babylonische Zustände.

Oder irre ich mich ?

Eine Warnung und eine wahre Aussage ?

Die Menschen , wollen die Warheit nicht mehr hören und verstehen.
Sie können es nicht verstehen, da sie zu sehr in Ihrer materiellen Welt gefagen sind.

Wir haben die Aufgabe die Augen und Ohren der Menschen wieder zu öffnen.

Ein Beispiel vielleicht dazu ; die "Wirtschafts-und Bankenkrise"
Trotz Real-Estate Effekt, wird weiter Geld verprasst.
Aber kluge ´Reden werden geschwungen von unseren ach so weisen Politikern.

Die Natur !
Trotz Klimawandel und-Katastrophen wird weiter, Luft verpestet, Atombomben getestet, Mehrwasser verseucht, tropische Naturdenkmäler abgeholzt.
Warum erklärt man den Amazonas nicht zum WELTKULTURERBE?

Trotz Wissen um die grausame Folgen, werden Kriege geführt, Menschen gequält.

Man muss diesem Treiben ein Ende setzen.

Vielleicht ist Thelema zu leben der erste Schritt ! Smiling

__________________

www.thelema-saar.de

We fight as brothers hand in hand

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Erster und zweiter Eindruck

Verfasst von A_O_V am So, 05/07/2009 - 16:38.

Meine erste Eingebung bei der Lektüre lässt sich am Besten mit der Phrase "Kritik an der Oberflächlichkeit der Massen- und Konsumkultur" zusammenfassen. Tatsächlich sieht es für mich so aus, als würden diese Worte sich stärker auf unsere Gegenwart beziehen als auf jene Realität, mit der NIetzsche im 19. Jahrhundert konfrontiert war: die Überfrachtung mit halbgaren Informationen und bunten Reizen, die Kommerzialisierung sämtlicher Lebensbereiche, die Kakophonie von tausenden von "neuen" Angeboten, vom "Power-Yoga" Kurs über die "Wellnessmassage" bis hin zum Drei-Tage-Kurs "Schamanische Reise" für Hausfrauen.
Versatzstücke aus den verschiedensten spirituellen Pfaden werden (teils sogar nur dem Namen nach) zusammengeklaubt, ohne sich wirklich mit dem Gedankengebäude auseinanderzusetzen, das dahinter steht. Niemand nimmt sich mehr die Zeit, wirklich zuzuhören, ein wenig tiefer zu gehen - denn da kommt schon wieder die nächste Reizüberflutung.

Aber dann ist da noch der letzte Satz des Zitats, und dieser lädt dann wieder zu einer etwas unkonventionelleren Interpretation ein: "Alles fällt ins Wasser, Nichts fällt mehr in tiefe Brunnen."
Auf den ersten Blick deckt sich dieser Satz mit dem, was ich oben bereits beschrieben habe: alles bleibt an der Oberfläche, und wird so nicht wirklich realisiert (vgl. Doppelbedeutung der Phrase "ins Wasser fallen"). Andererseits - wenn etwas in einen tiefen Brunnen fällt - fällt es dann nicht auch ins Wasser (sofern der Brunnen nicht gerade ausgetrocknet ist...)? Vielleicht ist dies nicht nur eine Aufforderung, besser zuzuhören und sich der flitternden Oberflächlichkeit der konsumeristischen Reizüberflutung zu entziehen, sondern darüber hinaus auch ein versteckter Hinweis darauf, dass man (fast) jedes Wasser in einen tiefen Brunnen verwandeln kann. So wie Schönheit im Auge des Betrachters liegt, ist es auch jedem von uns aufgetragen, "Sinn zu machen".

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Ich muss meine "Vorgänger"

Verfasst von Arto am Mo, 06/07/2009 - 18:24.

Ich muss meine "Vorgänger" loben. Denn, im Prinzip, haben sie ausgedrückt, was auch ich schreiben wollte.
Dazu: Kanonika!!!

__________________

Der Wahrheit ist es völlig gleichgültig, ob man ihr glaubt!
Fin sinom skal madr finr fera, theim ok thes fin.
Thor thes heilir ok fiti feng!
Arto

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Begrüsse dich

Verfasst von al_jarod (nicht überprüft) am Mi, 29/07/2009 - 23:25.

Nun Arto,
hier bin ich also, Sigmund Freud muss mir erklären wie ich vergessen konnte was TS bedeutet.
Wovor habe ich Angst gehabt, vom Ungewissen?
Wer, zum Teufel, hat uns die Angst einprogrammiert in unseren genetischen Code?
Und wie kann man diese Programmierung wieder rückgängig machen?
Den Kopf hineinstecken in die absolute Finsternis scheint mir eher das Gegenteil zu erreichen!
Aber wie?

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Mh, auf die Schnelle, habe

Verfasst von Arto am Di, 04/08/2009 - 13:47.

Mh, auf die Schnelle, habe ich da kein Patent-Rezept. Aber, das Bewusstsein über diese Umstände und Gegebenheiten, ist auf alle Fälle, schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.
Was ist Angst?
Da gibt es erst mal; die (ich sage mal) konstruktive Angst. Es ist die Angst, die uns davon abhält, Dinge zu tun, die uns unangenehm sind, schädlich oder tödlich sind.
Da sollten wir uns (bei den "unangenehmen Dingen"), fragen, warum sie uns unangenehm sind.
Angst vor dem Unbekannten, kann sowohl, konstruktiv sein, indem sie uns zur Vorsicht (die im Unbekannten geboten ist) mahnt. Jedoch, kann sie auch, destruktiv sein, indem sie uns, allerlei Schreck-Gestalten, in das Unbekannte, projektieren lässt.
Dann haben wir noch, die destruktiven Ängste. Das sind Ängste, die uns häufig, von "Außen" eingeimpft werden. Durch Erziehung, Prägungen, traumatische Erlebnisse, Medien. - Davon, strotzt das Umfeld, denn immerhin, ist Angst, einer der Haupt-Hebel, an welchem wir manipuliert werden (das marchiavellische Prinzip der Macht-Apparate, basiert schließlich auf Gier und Angst).
Ja und dann, gibt es schließlich noch Das, was ich als Ur-Ängste, bezeichnen würde. Diese, mögen zum Teil, immer noch eine Berechtigung haben, die wir vielleicht, erst in vielen Generationen oder Inkarnationen, begreifen. In den meisten Fällen, handelt es sich jedoch um Ängste, die in völlig anderen Situationen (als Fötus oder auch als steinzeitlicher Jäger), möglicherweise, eine Berechtigung hatten, aber im Hinblick auf unsere augenblickliche Situation, völlig fehl am Platze sind und uns lediglich behindern.
Das Thema Angst, ist so weitreichend, daß man allein Darüber, Bände füllen könnte. Ich habe nur mal kurz angerissen, was mir gerade dazu eingefallen ist.
Wenn ich, in deinem Fall, mal kurz, den ollen Sigmund spielen soll, würde ich einfach sagen: Höchstwahrscheinlich, war es die Angst vor dem Unbekannten, gepaart, mit einer Angst, die aus schlechten Erfahrungen resultiert.

__________________

Der Wahrheit ist es völlig gleichgültig, ob man ihr glaubt!
Fin sinom skal madr finr fera, theim ok thes fin.
Thor thes heilir ok fiti feng!
Arto

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