August-Orakel 2009
Gemeinsam erschaffen wir das Neue Äon!
Das Orakel kann uns Hinweise darauf geben, wie wir das noch besser machen können.
Monatsfrage an das Oraculum:
Was rätst du mir im August für die Realisierung von Thelema?
Die Antwort der Götter: Zarathustra, III/Die sieben Siegel (Oder: das Ja- und Amen-Lied) 4:
Wenn ich je vollen Zuges trank aus jenem schäumenden Würz- und Mischkruge, in dem alle Dinge gut gemischt sind: Wenn meine Hand je Fernstes zum Nächsten goss und Feuer zu Geist und Lust zu Leid und Schlimmstes zum Gütigsten: Wenn ich selber ein Korn bin von jenem erlösenden Salze, welches macht, dass alle Dinge im Mischkruge gut sich mischen: - denn es giebt ein Salz, das Gutes mit Bösem bindet; und auch das Böseste ist zum Würzen würdig und zum letzten Überschäumen: - Oh wie sollte ich nicht nach der Ewigkeit brünstig sein und nach dem hochzeitlichen Ring der Ringe, - dem Ring de Wiederkunft! Nie noch fand ich das Weib, von dem ich Kinder mochte, sei denn dieses Weib, das ich lieb: denn ich liebe dich, oh Ewigkeit! Denn ich liebe dich, oh Ewigkeit!
Kommt dir das bekannt vor? 
Welche Deutungsansätze hast du dazu?
Wir sind stolz darauf, Menschen zu sein.
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Kommentare
scheiß Leben
..es geht mir also nicht allein so. Ich finde in diesem Leben nichts dauerhaft schönes, nichts dauerhaft befriedigendes. Das Ziel ist, hier wieder wegzukommen.....zurück nach Haus in die Ewigkeit oder ins nichts oder was weiß ich wohin........
Es ist nicht das Leben, sondern die Erwartung daran...
... das Erahnen zumindest der Ewigkeit ist aber auch Teil des Lebens hier?
Des "Hierseins" auf einem zunehmend sich ungastlicher gestaltenden Planeten...
Scheiß Leben
Auch ich kann diese Frustration manchmal nachempfinden.
Wir machen uns diese Probleme aber selber ;dauernd müssen wir unseren
im Prinzip `klein`-geistigen Senf zu allem und jedem geben ; haben unbewußt
einen destruktiven Gedankenmixer am laufen und sind immer wieder
`verschnupft` über eine außerplanmäßige Änderung unseres Drehbuches.
Sogar wenn man `theoretisch` über viele (negative) Ursachen im Bilde ist,
ist es nicht einfach im taoistischen " Wu-Wei "- Zustand zu verbleiben, bzw.
auf der Erfolgswelle zu reiten, ...ähm, ..überhaupt erst mal auf ihr zu landen.
Im Prinzip sind die meisten Menschen auf negative Parameter fixiert und
brauchen uns daher auch nicht zu wundern, wenn es uns schlecht ergeht.
Was mich betrifft,so habe ich schon seit Jahren zumindest einige Dinge, die mir
immer wieder Spaß machen.
Tip : versuchs mal mit Atemübungen (Meditation) und Transsurfing.Allein das
Tun (Atem.../ Med. ) beruhigt und das Lesen ( Trans..., Matrix (Morpheus ) und
Psychologik (M.D.Eschner) löst AHA--Effekte aus--immer wieder.
Nun , ich habe mich für die `rote` Pille entschieden --wie Neo.
Wollte nur sagen, daß wir nicht hier sind , um möglichst schnell wieder
wegzukommen.Denn dann werden wir nur gelebt.
Schöpfer - des Schönen und des Bösen
Die Ewigkeit oder die Vereinigung des Getrennten ist nicht jenseits, sie ist in dir.
Oder anders ausgedrückt: Das Schöne, das Dauerhafte kann nicht im Außen - sei es im Jenseits oder Diesseits - gefunden werden.
Aber das weißt du ja ... wie dein Name es sagt.
Liebe Grüße,
Seba-u mut
Wir sind stolz darauf, Menschen zu sein.
wir sind halt in der Schule
part_of_god:
wir sind halt in der Schule, nach jedem Schultag geht´s nach Hause, wo Eltern und Geschwister uns in die Arme nehmen. Sicherlich gibt es langweilige Themen (Geschichte!) und/oder nicht-liebende Lehrer, aber...mir davon den Tag versauen lassen? Nee!
Erstens kann man rausfinden, dass mit Methoden (Notizen, Zeichnungen; Visualisierungen) der langweiligste Stoff interessant werden kann.
Wieviel erfüllter geht man nach so einem Schultag nach Hause zurrück!?
al_jarod
orakel
sieht so nicht die Arbeit des Magister Templi aus ?
Jedes Ding, jede Ansicht , jede Tatsache mit ihrem Gegenteil zu vermählen um die "Wahrheit" darin zu finden.
www.thelema-saar.de
We fight as brothers hand in hand
In der chymischen Hochzeit
In der chymischen Hochzeit der Alchemisten ist es das Salz, dass die Eigenschaft besitzt, das Getrennte zu vereinen. Durch die Vereinigung des Getrennten entsteht der Stein der Weisen oder das Gold, ein Zustand, nach dem die Alchemisten streben. Das Salz bildet außerdem den Körper aller Dinge und wird dem Materiellen zugeordnet, dass durch die Vereinigung von männlich/weiblich entsteht.
Ich bin nun in der Alchemie nicht sonderlich bewandert, aber die Suche nach dem Stein der Weisen können wir heute bestimmt mit der Suche nach der Ewigkeit, der Unsterblichkeit beschreiben. Zumindest ist die Vereinigung wesentlich im Liber L vel Legis "machtet da keinen Unterschied zwischen irgendeiner Sache und irgendeiner anderen Sache, denn dadurch kommet schmerz" und "dies ist die Schöpfung der Welt, dass der Schmerz der Teilung wie nichts ist und die Freude der Auflösung alles". Ich will jetzt nicht weiter mit L Versen um mich schmeißen ich versuche eigentlich gerade mir das selber klarer zu machen. So ganz habe ich es noch nicht in Worten - es liegt mir eher auf der Zunge - vor allem die Vorstellung selber das körnchen Salz zu sein und es tatsächlich Sachen auf der Welt gibt, die ich außerordentlich abstoßend finde.
Das Streben nach der Unsterblichkeit
Für mich persönlich ist es ein Hinweis nach der Unsterblichkeit zu streben.
All mein Handeln darauf auszurichten unsterblich zu werden,Sich nicht abbringen lassen unermügdlich seine Gaben zu vermehren und zu verfeinern.
Gute Nacht Lenny
Deutungsansatz
Schlüssel der Alchemie, im ewigen Jetzt!
Der Wahrheit ist es völlig gleichgültig, ob man ihr glaubt!
Fin sinom skal madr finr fera, theim ok thes fin.
Thor thes heilir ok fiti feng!
Arto
Gedanken
Bei diesem Zitat kommen mir diverse Gedanken:
Zum einen wäre da der Aspekt der Vereinigung von Gegensätzen: etwas, das die bereits Alchemie u.a. mit dem Zen-Buddhismus, dem Post-Strukturalismus (Stichwort: Dekonstruktion) und der Hermetik gemein hat.
Was ich hier sehe ist die Erkenntnis, dass wahre Transzendenz sich nicht in die konstruierten Kategorien der Sprache einfangen lässt, und vermeintliche Gegensatzpaare in sich vereint - "jenseits von Gut und Böse".
Zugleich klingt es wie eine Liebeserklärung an das Leben; den Moment der Gegenwart, in dem die Ewigkeit enthalten ist. Mit dem Verweis auf ein zyklisches Weltbild ("Ring der Wiederkunft") wird hier die in unserer Kultur weit verbreitete Vorstellung unterwandert, die Ewigkeit sei etwas, dass sich in einer linear weit entfernten Zukunft abspiele; etwas, dass unveränderlich und statisch sei.
Natürlich haben Zarathustras/Nietzsches Worte auch immer etwas Leidendes an sich; dies ist ein Prophet, der selbst beim Tanzen und Lachen noch von Leid erfüllt ist - aber ich denke, es handelt sich hierbei dennoch um eine Hymne auf das Leben, die Existenz: den Schmelztiegel aller Dinge.
August Orakel
Spreche meinem Vorredner zu.
"Alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe..."
und füge ein Zitat von Jacob Böhme bei:
"Wem Zeit wie Ewigkeit und Ewigkeit wie die Zeit, der ist befreit von allem Streit"
Beste Grüße, effx
PS: ein Kind (bzw. mann/frau/gott selbst) ist auch immer eine Lustgeburt, oder?